Chronik der Gemeinde Marlow

Kurzchronik der Gemeinde Marlow

Die ersten Anfänge reichen in das Jahr 1931 zurück, als Glaubensschwester Elisabeth Welz mit Ihren Kindern nach Wöpkendorf zog. Zu dieser Zeit fuhr man zum Gottesdienstbesuch in die Gemeinde Rostock.

Nach 1945 kamen neuapostolische Umsiedler nach Marlow und zu den umliegenden Dörfern. Das Verlangen nach der Gemeinschaft war groß, worauf ein Sammeln der zerstreuten Gläubigen stattfand. So konnte im Jahr 1945 der erste Gottesdienst in Wöpkendorf im Haus der Familie Welz von Priester Josef Imöhl durchgeführt werden, weitere Gottesdienste folgten.

Durch Zuzug der Geschwister Schlesinger fanden die Gottesdienste ab 1948 in ihrer Wohnung in Brunstorf statt. In der weiteren Entwicklung konnten dann ab 1949 in Marlow, bei den Geschwistern Laack, die Gottesdienste gehalten werden.

In dieser Zeit wurden die Gläubigen von den Brüdern mit viel Aufopferung aus der Gemeinde Rostock betreut. Besondere Verkehrsmöglichkeiten gab es nicht, so wurde die Wegstrecke mit der Bahn und dem Fahrrad zurückgelegt. Stellvertretend seien aus dieser Zeit der spätere Gemeindeevangelist Imöhl und sein Sohn genannt. Die Schar der Geschwister vergrößerte sich und es bestand der Bedarf eines größeren Versammlungsraumes. Im Marlower Schützenhaus konnte zunächst ein Nebenraum genutzt werden, aber auf Dauer war dies kein Zustand.

In Bruder Laack reifte der Gedanke eine Bleibe zu errichten. So wurde auf dem Grundstück, auf dem sich die Kirche zuletzt befand, zunächst eine Scheune gebaut. Diese wiederum mit behördlicher Genehmigung nach Fertigstellung derselben umgebaut zu einem Versammlungsraum. Nun hatten die Gläubigen ihr eigenes Kirchlein. Der Bezirksälteste Wulf weihte sie im April 1952 ein.

Bereits am 21. Februar 1952 beauftragte Apostel Tiedt den Priester Dreier mit der Führung der Gemeinde. Zu dem Zeitpunkt waren in der Gemeinde der Priester Fritz Baranowski und der Unterdiakon Erwin Welz. Die Gemeinde zählte zu diesem Zeitpunkt 70 Seelen. Auch ein kleiner Chor konnte gegründet werden und weitere Brüder konnten mit Amtsgaben betraut werden.

Dann folgte eine Periode, während dieser innerhalb von 4 Jahren 50 Geschwister fortzogen. Immerhin zählte die Gemeinde 1962 trotzdem noch 62 Gläubige.

Fernerhin wurde Unterdiakon Erwin Welz als ein weiterer Priester für die Gemeinde gesetzt, worin er bis zu seinem Heimgang im Januar 1960 tätig war.

Im Jahr 1970 ordinierte Apostel Tiedt den Diakon Siegfried Klein zum Priester für die Gemeinde.

Die bis hierhin benutzte Versammlungsstätte wurde immer baufälliger. Im Jahr 1976 wurde deshalb mit dem Bau eines neuen Kirchengebäudes begonnen. Viele Brüder des Bezirkes Rostock opferten ihre Freizeit um dieses Vorhaben zu verwirklichen. Auch die Schwestern sorgten sich um das leibliche Wohlergehen der Brüder. So konnte Apostel Tiedt am 24. Juni 1978 das neu gebaute Kirchlein weihen.

Der langjährige Vorsteher Priester Dreier wurde im November 1978 in den wohlverdienten Ruhestand gesetzt und der Priester Siegfried Klein als Vorsteher der Gemeinde gegeben. Die Ordination führte Apostel Adam durch.

In der Gemeinde standen in der folgenden Zeit die Priester Manfred Baranowski und Günther Leibersperger dem Vorsteher zur Seite.

Nach fast 29 Jahren setzte Apostel Böttcher am 15. März 2007 den Vorsteher Priester Siegfried Klein in seinen wohlverdienten Ruhestand. Viel Danken und Loben standen im Mittelpunkt des Gottesdienstes. Im selben Gottesdienst wurde der Gemeindeevangelist Jürgen Berneis beauftragt der Gemeinde als Vorsteher voran zu gehen.

Zuletzt zählte die Gemeinde 49 Seelen. Es wurde immer gerne gesungen und musiziert. Ein Priester und ein Diakon standen dem Vorsteher bei der seelsorgerischen Bedienung der Gemeinde zuletzt zur Seite.

In der Gemeinde Marlow fand am 18. Oktober 2009 der letzte Gottesdienst statt. Die Gemeinde wurde daraufhin aufgelöst und die Geschwister wurden in die Gemeinde Ribnitz-Damgarten aufgenommen.